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Blog #23 – Rückblick – Teil 7: Self-Leadership

In diesem Teil widme ich mich dem Kern des Gelingens meiner eigenen Veränderung.

In den vorherigen Teilen beschrieb ich, Elemente des Lernens, die sich über eine lange Zeit zu einem Ganzen gefügt haben. Hier sage ich etwas darüber, warum meine 180 Grad-Wende gelingen konnte und was ich für diese Veränderungsfähigkeit im Kern benötigt habe.

Es geht um das Verständnis von Selbst-Führung oder etwas moderner ausgedrückt: Self-Leadership.

Viel Spaß beim Lesen!

Folgt man den vorherigen 6 Teilen meines Blogs, der sich mit den Erfolgsfaktoren meiner persönlichen Veränderung befasst, dann kann man einige wesentliche Elemente erkennen.

  • Die Fähigkeit, sich mit psychischen Störungen objektiv und aktiv auseinanderzusetzen, indem wir uns selbst Hilfe und Unterstützung suchen oder die Hilfe anderer annehmen. Eine psychische Störung ist kein endgültiges Urteil und in unserer Zeit sind viele Störungsbilder auf verschiedenste Arten und Weisen gut zu behandeln. Was am meisten zählt, um zu einem Therapieerfolg zu gelangen, ist die Fähigkeit, sich selbst zu hinterfragen und der Wunsch und Wille sein Leiden hinter sich zu lassen.
  • Dazu bedarf es eines ungetrübten Bewusstseins und der Bereitschaft und Fähigkeit, dieses Bewusstsein zu bilden. In diesen Fällen gehen die Klienten aktiv in den therapeutischen Prozess und bleiben selbstverantwortlich. Psychische Störungen, die dieses Bewusstsein nicht mehr zulassen, darf ich in meiner Eigenschaft als Heilpraktiker für Psychotherapie nicht behandeln, deshalb bleibt dieses Thema hier unausgeführt.
  • Psychische Störungen sind in der Regel nicht auf die Psyche begrenzt. Sie sind meistens verbunden mit körperlichen und emotionalen Dysbalancen. Wir benötigen somit eine ganzheitliche Herangehensweise, um zu gesunden.
  • Die Erfolgserlebnisse, die eine gute therapeutische Beziehung in kurzer Zeit für den Klienten schaffen kann, lösen eine Positiv-Spirale aus, die hohe Motivation auslösen kann. Das Befassen mit Lösungsmöglichkeiten und verfügbaren Modalitäten und Erfolgsgeschichten anderer Klienten erlaubte mir, meinen Weg klarer zu sehen und die für mich passende therapeutische Vorgehensweise zu wählen. Das Hauptthema ist das Erzeugen von Hoffnung und das Erleben echter eigener Erfolge, verbunden mit dem Gefühl, dass sich die Lebensqualität wieder einstellt.

 

Auf diesem Weg nutzte ich konventionelle und alternative Verfahren und fühlte irgendwann intuitiv, was mir am meisten half.

Mit Selbst-Führung oder Self-Leadership machen wir uns unseren eigenen Geist und Körper wieder zu eigen, die im Störungs- oder Blockadezustand nicht mehr auf unserer Seite stehen.

In diesem Prozess lernen wir wieder zu fühlen und wir wissen, was wir fühlen und warum.

Dies ist ein mächtiger Hebel, um Blockaden beiseitezuräumen und die notwendigen Schritte zu gehen, die es braucht, um die eigene emotionale Freiheit wiederzuerlangen.

Es geht also um:

  • die Fähigkeit den eigenen Stress und die emotionalen Schwankungen selbst regulieren zu können. Wir erreichen dies durch körperliche und emotionale Verbindung. Wir lernen uns besser kennen.
  • die angestrebte Seelenruhe und Lebensqualität zu erlangen, aufrechtzuerhalten und zu verstetigen. Dies gelingt durch das Erlernen von Ressourcen und von Resilienzfaktoren.  
  • die Fähigkeit in der Gegenwart Bewusstsein zu erlangen und eine Verbindung zu sich selbst und seinem Umfeld herzustellen und zu behalten. Hierzu gibt es eine Vielzahl von Techniken, die einfach erlernbar sind.
  • die eigene Authentizität zu erkennen und zu leben, sowie die eigenen Werte und Bedürfnisse wahrzunehmen und gemäß diesen Leitlinien, sein Dasein zu gestalten.  Diesen Weg der Authentizität zu gehen, geht für die meisten Menschen mit großer Veränderung einher, weil wir gerade diese Fähigkeit häufig nicht in unserer Sozialisation erlernen, denn gesellschaftlich wird meist das Funktionieren außerhalb der eigenen Werte-Konstellationen und Bedürfnis-Zone verlangt.

Self-Leadership ist somit die lebenslange Aufgabe, sich zu einem bewusst lebenden Individuum zu entwickeln, welches nicht nur am eigenen Wachstum, sondern auch am gesellschaftlichen qualitativen Wachstum teilhaben will. Hieraus entsteht Sinn im Leben.

Kurz gesagt, empfinde ich persönlich Self-Leadership als die Fähigkeit achtsam mit dem eigenen Geist, Körper und den Seelenbedürfnissen umgehen zu können.

Auf dieser Grundlage entstehen Sicherheit, Beziehungen, Verbindungen und sozial sinnstiftende Aktivitäten, die allesamt dem Wiederherstellen oder erstmaligen Erlernen des Empfindens eines eigenen Selbstwerts und eines dauerhaften Selbstwirksamkeitsgefühls zuträglich sind.

Therapie und qualitativ gutes Coaching spielen eine enorm wichtige Rolle beim Erlangen dieser zentral wichtigen Fähigkeiten, das Leben meistern zu können.

Für das Erlangen eines qualitativ hochwertigen Lebensgefühls gibt es in unserer Gesellschaft kein offizielles Curriculum. Jedoch haben wir in der heutigen Zeit mehr Ressourcen zur Verfügung als jemals zuvor, uns genau diese Lebensqualität zu verschaffen, wenn wir unsere Gestaltungsmöglichkeiten eigenverantwortlich nutzen und Entscheidungen zu ernsthafter Veränderung für uns treffen und dann unseren Weg konsequent gehen.

Ich habe einmal gelesen, dass das öffentliche Geschichtenerzählen und das innere Empfinden zu dieser Veränderung integriert werden müssen.

Genau so ist es. In dem Moment, wo wir unsere eigene Wunschgeschichte zu unserem Lebens-Skript machen, beginnen wir zu gestalten und dann können sich unsere Wunschvorstellungen auch realistischer einstellen.

Wie anders sollte das sonst auch gehen?

Self-Leadership ist die Übernahme der Kapitänsbinde. Erlernte Verhaltensweisen bestehend aus Aggression, Depression und Passivität werden durch das Management der eigenen Anteile abgebaut und die eigene Essenz, die wir immer bei uns hatten, übernimmt das Steuer. Die Verhaltensweisen waren der Schutz, der das Selbst sicher bewahren wollte, allerdings zu einem hohen Preis.

Kommt die Sicherheit in die Führungskompetenz des eigenen Selbst zurück, kommen wir wieder in Balance.

Ich wünsche jedem Interessierten genau diese Erfahrungen, denn es ist im Grunde nicht so kompliziert, erfordert aber Mut zur Veränderung und aktives Tun.

Herzliche Grüße,

Michael Harms

NB: Ich verwende der Einfachheit halber keine genderorientierte Differenzierung, respektiere diese aber vollkommen. Ich greife aus reinen Zeitgründen zur konservativen Schreibweise. Es sei mir hoffentlich verziehen 😊

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